Tägchen des guten Lebens

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Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Du möchtest einen kleinen Tag des guten Lebens erleben - ohne die aufwändigen Straßensperren? Ein „Tägchen des guten Lebens“ ist ein guter Einstieg in eine neue Art, Nachbarschaft zu leben.

Beim „Tägchen des guten Lebens“ finden, ähnlich wie beim Tag des guten Lebens, dezentrale Aktionen in deinem Stadtviertel statt. Allerdings wird auf die aufwändigen Straßensperrungen verzichtet, die Aktionen finden oft in Hauseingängen, auf Plätzen oder in einzelnen, extra angemeldeten Parkbuchten statt.

Auch wenn der überwältigende Effekt der „Leeren Straßen“ fehlt sind dezentrale Aktionstage im Viertel eine spannende und leichter zugängliche Methode, um Nachbar:innen in den Austausch zu bringen, Initiativen und Vereine aus dem Viertel sichtbar zu machen und Impulse für Nachhaltigkeit zu setzen.

Der Name „Tägchen des guten Lebens“ kommt aus Deutz - dort haben Anwohner:innen sich im Jahr 2016 mit einem dezentralen Tägchen auf die gemeinsame Arbeit am Tag des guten Lebens eingestimmt.

Anleitung Schritt für Schritt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konzept festlegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Was genau wollt ihr machen? Es braucht ein Gebiet, einen Tag oder einen (möglichst überschaubaren) Zeitraum, einen Infobrief für Nachbar*innen und Vereine aus dem Quartier sowie ein Team, dass sich um die Organisation kümmert.

Eure Nachbar*innen einladen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erstes müsste ihr das Datum an eure Nachbar*innen kommunizieren - wie Social Media, mit Flugblättern oder über nebenan.de. Wichtig dabei ist der Aufruf zu gemeinsamen Aktionen:

Wie können und sollen sich Nachbar*innen beteiligen, worauf müssen sie achten? Sprecht vielleicht Verein, Initiativen, Kitas und Schulen nochmal gesondert an, vor allem, wenn ihr bestimmte inhaltliche Impulse setzen wollt.

Die Anmeldungen verwalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anwohner*innen und Initiativen, die Aktionen beim Tägchen anmelden möchten, brauchen einen Ort, wo sie ihre Aktionen anmelden und Feedback bekommen können. Hierbei macht es Sinn, verschiedene Optionen anzubieten:

  • Email: Legt euch gerne eine eigene Email-Adresse an, die ihr öffentlich kommunizieren könnt. Sichere Email-Adressen ohne Werbung bekommt ihr zum Beispiel bei posteo.de/
  • Telefon: Wer keinen Zugriff auf Emails hat, kann hier anrufen und sich informieren.
  • Bei Infoterminen: Auch bei Infoterminen, bei Flyerverteilen etc. könnt ihr Aktionen entgegen nehmen. Schaut hierbei, dass ihr auch Kontaktinformationen der Personen bekommt.
  • Per Post: Auch ein Briefkasten oder eine Postadresse können Sinn machen.

Damit ihr genug Zeit für die Planung und die Kommunikation habt, legt ihr am Besten eine Deadline, zum Beispiel drei Wochen vor dem Tägchen, fest.

Da die Aktionen unabhängig voneinander durchgeführt werden, müsste ihr diese nicht einzeln genehmigen. Trotzdem seit ihr ja für das gesamte Tägchen verantwortlich. Schaut, dass die Aktionen zueinandern passen, dass sie keinen beleidigenden Charakter haben, dass sie nicht illegal sind (zum Beispiel die Fahrbahn ohne Genehmigung blockieren, etc).

Am Besten listet ihr die angemeldeten Aktionen gut zugänglich online. Das motiviert Anwohner*innen eventuell, auch selber eine Aktion anzumelden. Bei den ersten Aktionen müsst ihr erfahrungsgemäß selber nachhaken.

Schaut, dass die Aktionen gut zueinander passen. Wenn noch etwas fehlt (Musik, Essen) oder wichtige Initiativen aus dem Stadtviertel sich noch nicht angemeldet haben, hakt gerne nach.

Das Tägchen bekannt machen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn genügend Aktionen angemeldet sind, könnt ihr diese öffentlich bekannt machen. Hierfür bietet sich ein Post auf einem Blog oder ein Flyer an.

Wenn ihr jemand hab, der graphisch begabt ist, könnt ihr die Aktionen auch als Karte für das Gebiet aufbereiten. Dies hilft auch Besucher*innen, die sich am Tägchen durch das Gebiet bewegen können.

Für zeitlich begrenzte Aktionen, zum Beispiel Auftritte von Musiker*innen, könnt ihr einen eigenen Zeitplan neben der Karte anlegen.

Betroffene Ämter und Gesetze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aktionen auf Privatgrund müssen nicht angemeldet werden. Dies gilt zum Beispiel für Kirchengemeinden und ähnliches.
  • Formalere Aktionen in Parks oder auf auf öffentlichen Plätzen und Wegen müssen beim Ordnungsamt angemeldet werden. Hierfür sind bei einem Tägchen des guten Lebens die einzelnen Aktionsmacher*innen verantwortlich. Dies gilt auch, wenn Parkbuchten für den Tag freigeräumt werden sollen, hier müsste ihr zwingend einen Antrag stellen.

Nützliche Websites[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Downloadmöglichkeiten, Vorlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]